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KULTURPROGRAMM: „Leonardos geheime Offenbarung“ mit Dr. Valentin Wember
7. Dezember 2025 – 20:00 bis 21:30
Liebe Freunde der Akademie und der Holiversität,
die Mona Lisa im Pariser Louvre zieht täglich etwa 30.000 bis 40.000 Besucher an. Ein einzelner Besucher kann im Durchschnitt nur 30 Sekunden und maximal eine Minute vor dem Bild stehen und es betrachten. Was sieht man in einer Minute? Was sieht man mit mehr Zeit?
Ein einzelnes Bild isoliert nur für sich zu betrachten, kann sehr bewegend sein und oft auch erfüllend, aber es gibt eine simple Methode, die ein Bild tiefer aufschließen kann. Es ist die Methode Goethes:
„Betrachte nie ein einzelnes Naturphänomen isoliert für sich. Betrachte es immer im Zusammenhang einer Reihe von Phänomenen.
Bringe die verschiedenen, aber zusammengehörigen Naturphänomene in eine sinnvolle Ordnung, dann spricht sich das einzelne Phänomen selbst aus durch den Kontext, in dem es steht.“
Das gilt auch für Kunstwerke. In diesem Sinne werde ich Leonardos Bild erschließen, indem ich es vor dem Hintergrund von drei Reihen betrachte:
Die erste Reihe besteht aus der Porträt-Malerei der Zeit vor Leonardo und zu seiner Zeit sowie aus den Porträts, die Leonardo selbst, aber zeitlich vor der Mona Lisa gemalt hat.
Die zweite Reihe stellt das Bild in den Zusammenhang seiner Gemälde mit religiösem Inhalt.
Die dritte Reihe zieht die Ergebnisse der „Archäologie“ zur „Mona Lisa“ heran. (Man hat mit immer feineren Methoden das Bild untersucht: mit Röntgenstrahlen, mit der Infrarot-Reflektografie (IRR), mit Ultraviolett-Fluoreszenz (UV-Fluoreszenz), mit Terahertz-Bildgebung oder mit der Layer Amplification Method (LAM)).
Am Ende aber hängt alles von der Brille ab, durch die man ein Bild sieht. Jeder betrachtet ein Bild unweigerlich auf der Basis seiner Voreinstellungen. Das heißt nicht zwingend, dass die Brille, durch die man ein Bild sieht, dieses Bild verfälscht. Es gibt Brillen, durch die man überhaupt erst etwas sieht, und es gibt Linsen, die chromatische Aberrationen und geometrische Verzeichnungen erzeugen.
Ich werde Leonardos Bild aus einer religiösen Perspektive betrachten – genauer: aus einer anthroposophisch-christologischen Perspektive. Ich halte diese Perspektive für angemessen angesichts des Sachverhalts, dass die Mehrzahl der Gemälde Leonardos religiöse Inhalte hat.
Am Ende steht dann eine bewegende Entdeckung, die ich „Leonardos geheime Offenbarung“ nenne.
Herzlich Euer
Valentin Wember
und das Team von Akademie und Holiversität
Dr. Valentin Wember – Vita
Jahrgang 1957
33 Jahre Lehrer aus Leidenschaft und Überzeugung.
Seit 2012 international tätiger Berater für Waldorf- und Steinerschulen.
Gründer und Inhaber des Stratosverlages seit 2012.
Buch-Autor, u. a. von „Leonardos geheime Offenbarung“ und zahlreichen Buchpublikationen zur Pädagogik und zum Zeitgeschehen und zur sozialen Dreigliederung.
Diese Veranstaltung ist kostenlos.






