Mit großer Dankbarkeit und tiefer Freude blicken wir auf unser erstes Wanderjahr zurück.
Vor einem Jahr haben sich acht junge Menschen auf den Weg gemacht – mit Fragen, Neugier und dem Wunsch, herauszufinden, was wirklich zu ihnen passt. Heute gehen sie weiter: in Studiengänge, Ausbildungen, Praktikumsstellen und neue Lebensabschnitte. Vor allem aber gehen sie mit einem größeren Vertrauen in sich selbst und einer klareren Vorstellung davon, wie sie ihr Leben gestalten möchten.
Das Wanderjahr war weit mehr als eine Reihe von Praktika und Seminarwochen. Es war ein gemeinsamer Lebensabschnitt. Unterschiedliche Menschen sind zu einer Gemeinschaft geworden. Es wurde gearbeitet, gelernt, gelacht, diskutiert, gezweifelt und gefeiert. Freundschaften sind entstanden, Talente wurden entdeckt und viele haben den Mut gefunden, ihren eigenen Weg bewusster zu gehen.
Besonders berührt hat uns, wie die enge Zusammenarbeit mit den Praxisorten ganz konkrete Zukunftsperspektiven eröffnet hat. Aus Praktika wurden Ideen, aus Begegnungen entstanden neue Wege. So führte beispielsweise ein Praktikum bei einem Tischler und Raumgestalter zu der Entscheidung, ein Innenarchitekturstudium aufzunehmen. Andere Wanderlinge fanden Ausbildungsplätze, vertieften bestehende Interessen oder entdeckten Fähigkeiten, die ihnen vorher selbst nicht bewusst waren. Genau das war unsere Hoffnung: dass junge Menschen ihren Platz nicht theoretisch suchen müssen, sondern ihn im echten Leben entdecken dürfen.
Auch wir als Leitungsteam wurden in diesem Jahr reich beschenkt. Die Offenheit, die Entwicklung und das Vertrauen der jungen Menschen haben uns tief berührt. Immer wieder durften wir erleben, wie wertvoll es ist, jungen Erwachsenen Zeit zu schenken – Zeit zum Wachsen, zum Ausprobieren und zum Finden der eigenen Richtung.
Dieses erste Wanderjahr hat uns gezeigt: Die Idee trägt. Sie ist lebendig geworden. Sie schenkt Orientierung, Gemeinschaft und Hoffnung – nicht nur den jungen Menschen, sondern auch allen, die sie begleiten.

Umso größer ist unsere Freude, dass bereits im September das zweite Wanderjahr beginnt. Alle Plätze sind inzwischen vergeben. Gleichzeitig führen wir bereits eine Warteliste, denn erfahrungsgemäß kann sich bis zum Start noch etwas verändern.
Besonders dankbar sind wir für die vielen neuen Praxisorte, die sich unserem Netzwerk angeschlossen haben. Sie öffnen ihre Türen, teilen ihre Erfahrungen und begleiten die Wanderlinge mit großer Offenheit. Ohne dieses Vertrauen und dieses Miteinander wäre das Wanderjahr nicht möglich.
Nun beginnt ein neuer Abschnitt. Wir freuen uns auf die Begegnungen mit den nächsten Wanderlingen, auf neue Erfahrungen, neue Fragen und neue Geschichten.
Denn eines haben wir in diesem ersten Jahr gelernt: Das Wanderjahr endet nicht mit der Abschlussrunde. Es lebt weiter – in den Menschen, in ihren Beziehungen und in dem Mut, die Zukunft bewusst und menschlich zu gestalten.
Wenn Du mehr über dieses tolle Projekt erfahren möchtest, kannst Du hier weiterlesen …
Das Wanderjahr in Bildern findest Du auf dieser Seite … Es folgen in den nächsten Tagen weitere Bilder aus den vergangenen Wochen und Monaten.
Von Sabine Gläser





